RckversicherungGegenstand der Rückversicherung ist die Auslagerung von Risiken an andere Versicherungen. So können Risiken gänzlich (fakultative Rückversicherung) oder fallweise (obligatorische Rückversicherung) abgegeben werden. Ferner sind proportionale Rückversicherungen (anhand Prämien oder Versicherungssummen) oder nicht-proportionale Rückversicherungen (anhand Schadenhöhen quotal oder als Summen- oder Einzelexzedentenrückversicherungen) denkbar. Allen Formen ist die Idee gemein, dass der Erstversicherer nicht alle Risiken selbst deckt. Allerdings stellen sich einige wichtige Steuerungsfragen, z.B.:

  • Mit welchen Risiken und Schadenprofilen ist in einzelnen Segmenten zu rechnen?
  • Müssen Großschäden einkalkuliert werden?
  • Welches ist der maximale Preis, der für eine Rückversicherung gezahlt werden sollte?
  • Wie hoch darf der Preis der Rückversicherung maximal sein, so dass diese noch immer günstiger ist, als eine Eigenkapitalunterlegung?
  • Welche RV-Partner stehen für welche Risikoprofile bereit und zu welchen Konditionen?

Es wird deutlich, dass eine sinnvolle Entscheidung über eine Rückversicherung nur getroffen werden kann, wenn die Kapitalkosten bekannt sind. Diese wiederum ergeben sich aus dem komplexen Wechselspiel z.B. aus Kapitalstruktur, Kapitalmarktposition und Geschäftsentwicklung. Auf dieser Basis lässt sich dann aber ein Rückversicherungsergebnis ausweisen, welches neben Aufwänden aus Rückversicherungsprämien auch Erträge aus Ersparnissen in Rückversicherungen zeigt, die sich durch die alternative Nutzung von Eigenkapital ergeben.